Eigenfetttransplantation

Eigenfetttransplantation


Was meint man mit Eigenfetttransplantation?

Eigenfett meint körpereigenes Fett. Es kann von einer Körperstelle im Rahmen einer Liposuktion abgesaugt, aufbereitet und in eine andere Körperregion eingebracht werden. Ziel ist es Problemzonen aufzufüllen. Ich, als Plastischer Chirurg, nenne das „Augmentieren“. Der Transfer des Fettes in eine andere Körperregion wird auch als Lipofilling bezeichnet. Im Prinzip hat man im Rahmen einer Operation 2 Eingriffe getätigt: Das Absaugen eines Areals und und das Augmentieren eines anderen Areals. Das Lipofilliing der Brüste wir häufig kombiniert mit einer 360° Liposuktion in der gleichzeitig Bauch, Taille und Rücken modelliert werden.

Wann wird die Eigenfetttransplantation angewendet und was kann ich erwarten?

Die Eigenfetttransplantation eignet sich in vielen Bereichen des Körpers. Anwendung findet das Lipofilling vor allem azur Brustvergrößerung, ausgleich von Dellen sowie der Behandlung der tubulären Brustdeformität. Auch ein Gesäß kann mit Eigenfett vergrößert werden.

Dem körpereigenen Fett werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. Die Indikation sollte immer gut geplant und mit guter Technik umgesetzt werden. Meist verbleiben ca. 60% des transplantierten Fettes im Zielareal. Die Mengen an Fett, die bei diesem Eingriff bewegt werden, sind begrenzt, weil das Gewebe nur begrenzte Mengen aufnehmen kann. Nach einem erfolgreichen Eingriff, kann dieser nach Belieben wiederholt werden.

Wie läuft die Eigenfetttransplantation in unserer Klinik ab?

Nach dem Vorgespräch mit entsprechender Beratung, ausführlicher Aufklärung und Untersuchung planen wir gemeinsam die Operation. Unser Ziel ist es, schon vor der Operation bestmöglich auf Ihre Wünsche und Bedürfnisse einzugehen sowie Zonen der Absaugung und die Empfängerareale gut zu dokumentieren. Am Tag der Operation, welche wir in unseren eigenen Räumlichkeiten durchführen, werden Sie so einbestellt, dass lange Wartezeiten vermieden werden. Ich werde dann nochmals mit Ihnen das zuvor besprochene erörtern und erneut die Anzeichnung vornehmen. Je nachdem, ob Sie in Vollnarkose und Lokalanästhesie operiert werden, wird sich unser Schwestern- und Narkoseteam um Sie kümmern. Nach dem Eingriff müssen Sie in der Regel nicht überwacht werden und können von Ihren Liebsten abgeholt werden.

Welche Vorteile/Nachteile/Risiken hat eine Eigenfetttransplantation, welche Alternativen gibt es?

Ein großer Vorteil einer Eigenfetttransplantation ist die Verwendung von körpereigenem Material. Am Beispiel der Brustvergrößerung ist das ein entscheidender Faktor gegenüber der Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten. und den damit einhergehenden Risiken. Nachteilig kann sein, dass der Eingriff ggf. wiederholt werden müsste, sollte das gewünschte Volumen noch nicht ausreichen. Komplikationen sind Blutergüsse und sogenannte Ölcysten (transplantiertes Fett, welches vom Körper nicht angenommen wurde und sich abkapselt). Diese lassen sich aber entsprechend minimalinvasiv behandeln. Alternativen zur Eigenfetttransplantation sind die Verwendung von Dermafillern (Hyaluron) im Gesicht sowie die Verwendung von Implantaten in der Brust.

Was ist nach einer Eigenfetttransplantation zu beachten?

Häufig ist das Tragen einer Kompressionswäsche im Absaugareal über 6 Wochen erforderlich, um ein gutes Ergebnis zu fördern. Die kleinen Zugangswege heilen nach ca. 14 Tagen, der Fadenzug entfällt bei Verwendung eines resorbierbaren Nahtmaterials. Sport ist meist nach Wundheilung je nach Beschwerden nach 14 Tagen möglich. Ihnen wird das Nachbehandlungskonzept vor jedem Eingriff ausführlich mitgeteilt.

Fakten zur Behandlung

  • Dauer?
  • Dauer des Eingriffs ca. 2,5 Stunden
  • Technik?
  • Wasserstrahl-Assistierte-Liposuktion (WAL) und Criss-Cross-Infiltrationstechnik
  • Narkose?
  • Tumeszenz-Lokalanästhesie oder Vollnarkose
  • Klinikaufenthalt?
  • In der Regel ambulant
  • Kontrolle?
  • Nach 2 und 6 Wochen
  • Fadenzug?
  • nicht notwendig
  • Verhalten?
  • Kompressionswäsche für 6 Wochen. Duschen ab dem 2. Tag nach OP. Gesellschaftsfähig nach 4 Tagen. Sport nach 2 Wochen.

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